Chemotherapie

Bei der Behandlung von bösartigen Erkrankungen des Harn- und Genitaltraktes ist neben der Chirurgischen Therapie manchmal auch eine zusätzliche medikamentöse Therapie erforderlich.

Diese sogenannten Chemotherapien sind individuell auf den Patienten und das jeweilige Krankheitsbild abgestimmt. So kommt es zum Beispiel nach endoskopischer Abtragung von Blasentumoren zur Instillation von Medikamenten in die Harnblase, bei der Therapie des Prostatakrebses ist in manchen Fällen die Injektion von Medikamenten zur Unterdrückung der Hormonproduktion erforderlich, gelegentlich kommt es aber auch zur Infusionstherapie spezieller Chemotherapeutika. Bei der Therapie der Hodentumoren ist ebenfalls eine Therapie mit verschiedenen Substanzen zur Heilung des Krankheitsbildes erforderlich.

Alle in der Urologie derzeit angewandten Chemotherapieverfahren werden von uns in den allermeisten Fällen ambulant, gelegentlich aber auch unter stationären Bedingungen durchgeführt. Diese Therapien erfordern eine sorgfältige und engmaschige Überwachung des Patienten, um mögliche Nebenwirkungen schnell zu erkennen und effektiv zu behandeln. Alle Ärzte sind in der Anwendung dieser Therapien erfahren und besitzen die Zusatzbezeichnung „Medikamentöse Tumortherapie“.

Beispiele:

  • Instillationstherapie bei Blasenkrebs mit Mitomycin.
  • Injektionstherapie mit Substanzen zur Unterdrückung der Testosteronproduktion bei Prostatakrebs.
  • Infusionstherapie bei fortgeschrittenem Harnblasenkrebs, Prostatakrebs, Nierentumoren und Hodentumoren.
  • Sogenannte Supportivtherapie bei fortgeschrittenen Tumorerkrankungen, Schmerztherapie, Therapie der Nebenwirkungen (z. B. Blutarmut)